April.

Ein runder Geburtstag während Covid. Schnee. Eine sehr kranke Katze mit ungewissem Ausgang. Zwei ausgefallene Milchzähne. Das erste mal barfuss in diesem Jahr. Ein aufregender, neuer Studienbeginn. Schlaflosigkeit. In einem Gedichtbüchlein mit Monika Helfer landen. Auftrag ja, Auftrag nein. Sich wundern, was möglich ist. Frühlingsblumen. Essen gehen. Heuschnupfen. Pandemie. Euphorie. Alles sehr nah beieinander in„April.“ weiterlesen

Meine Herren,

was wird aktuell diskutiert, gestritten, Stellungen bezogen, mit Zähnen und Klauen verteidigt, randaliert. Eine Wut in so vielen Themen, auf die Welt, auf Covid, auf die Politik, auf „die Anderen“, auf „Idioten“, auf „Mitläufer“, „Systemheuchler“, auf-was-weiss-denn-ich wen noch. Ich verstehe die Wut. Die Hilflosigkeit. Dieses Gefühl, ausgeliefert zu sein und tun zu müssen, was „die„Meine Herren,“ weiterlesen

Winter.

Heute ist der 1. Dezember und es schneit. Das Kind ist in aller früh aufgekratzt zum Adventskalender gestürmt, dazu der Schnee, manchmal kann Glück so einfach sein. Vielleicht ist das ein guter Wegweiser nach diesem ausgezuckten, lauten, unberechenbaren Jahr, das Glück im Kleinen zu suchen. Der Schnee jedenfalls macht die Welt, die hier grade noch„Winter.“ weiterlesen

Zu laut.

Draußen ist Herbst. Mit allen Facetten. Das Licht kitschig golden, manchmal dauerverregnete Tage, Nebel und hin und wieder schon eine Kälte, die die Knochen durchschüttelt. Blätter fallen, wie jedes Jahr und doch sind die Dinge anders. Drinnen ist Geschrei. Trump twittert vornehmlich in Großbuchstaben, Corona treibt die wildesten Theorien aus den Menschen heraus, Wahlkampfplakate brüllen„Zu laut.“ weiterlesen

Muffensausen.

So. Da hat man die also alle gewählt, wie sie jetzt da sitzen. Bolsonaro, Trump, grade frisch wieder Duda in Polen, Erdogan und Co. Und dann kommt Corona. Also ein tatsächliches, reales, bedrohliches Problem, für das es vorläufig nur wenige Experten gibt, auch wenn sich sehr viele dafür halten. Und plötzlich bröckeln Fassaden. Covid19 zeigt„Muffensausen.“ weiterlesen

Zwischenmenschlich.

Auf dem Weg heute ins Büro, spät, so gegen 11 Uhr, laufe ich durch die Stadt. Viele Menschen unterwegs, brav gehaltener Abstand ein paar Masken. Mir begegnet eine ältere Dame, ich kenne sie vom Sehen. Wir grüßen uns immer. Seit einiger Zeit, wenn ich ihr begegne, grinst sie verschwörerisch. Ich grinse dann verschwörerisch zurück. Ich„Zwischenmenschlich.“ weiterlesen