Superman woman

Manchmal stolpert man über Musik und ist hin und weg. Weil es so neu ist. So speziell. So voller Seele. Oder einfach irgendeinen Nerv trifft, der grade völlig blank liegt. Dann hört man diese …. früher CDs heute Streams … eine Weile. Und dann kommt etwas anderes. Neueres. Passenderes. Und irgendwann kramt man die alten Sachen wieder heraus. Oft passt es dann nicht mehr. Weil die Stimmung eine andere ist oder das Leben.

Und dann gibt es diese Musik, die man hervor holt und die wieder aufs Neue passt. Immer passt. Immer wieder passt. Wie ein alter Pulli, den man im Schrank vergessen hat. So geht es mir mit Sophie Hunger, die so vielschichtig ist, dass sie es vermutlich mit einem kompletten Kleiderschrank aufnehmen kann, um in der Metapher  zu bleiben. Immer und immer wieder spitze. Und wer die Gelegenheit hat sie mal live zu sehen: Unbedingt hingehen!

Superman woman was originally published on Grafikbüro Grünkariert

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Manchmal stolpert man über Musik und ist hin und weg. Weil es so neu ist. So speziell. So voller Seele. Oder einfach irgendeinen Nerv trifft, der grade völlig blank liegt. Dann hört man diese …. früher CDs heute Streams … eine Weile. Und dann kommt etwas anderes. Neueres. Passenderes. Und irgendwann kramt man die alten Sachen wieder heraus. Oft passt es dann nicht mehr. Weil die Stimmung eine andere ist oder das Leben.

Und dann gibt es diese Musik, die man hervor holt und die wieder aufs Neue passt. Immer passt. Immer wieder passt. Wie ein alter Pulli, den man im Schrank vergessen hat. So geht es mir mit Sophie Hunger, die so vielschichtig ist, dass sie es vermutlich mit einem kompletten Kleiderschrank aufnehmen kann, um in der Metapher  zu bleiben. Immer und immer wieder spitze. Und wer die Gelegenheit hat sie mal live zu sehen: Unbedingt hingehen!

Superman woman

Error.

Gestern Abend.

Ich vernähe die letzten Fäden an meinem neuen Stricktuch und freue mir einen doppelten Butterkeks. Fast habe ich gedacht ich schmeiße es in die Ecke, so sehr haben mich die letzten Segmente genervt. Wenn man an einer Reihe 20 Minuten stricken muss, überlegt man sich wirklich weiterzumachen. Aber es hat sich gelohnt.

Jetzt Hunger. Spontan beschlossen noch ein paar Pokémon zu fangen – ja, das spiele ich und es macht tatsächlich richtig Spaß, sofern der Server nicht dauernd zusammenklappt – und einen Dürum zu holen. Im Dönerladen unseres Vertrauens kurz vor Ladenschluss bestellt. Wir gehen häufig und gerne dorthin, mögen die Besitzer sehr. Wir kommen ins Reden. Ob wir schon im Urlaub waren, fragt sie. „Ja, wir waren schon. Fahrt ihr auch noch nach Hause?“ frage ich. „Nein, die Lage ist grade zu unsicher. Wir kommen aus der Nähe von Ankara. Wir sind kurdische Aleviten und hier definitiv sicherer.“

Und da ist es plötzlich, das Weltgeschehen. Mitten zwischen Handy-App, Strickfreude und dem Luxus sich spontan am Abend etwas zu essen holen zu können. Überhaupt dieser unglaubliche Luxus. Nicht sehr weit entfernt müssen Menschen um Ihre Leben und Lieben fürchten, können nicht nach Hause. Was für eine bekloppte, abstruse, absurde, verkackte Welt das manchmal ist.

IMG_5311.jpg

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Error.

Error.

Gestern Abend.

Ich vernähe die letzten Fäden an meinem neuen Stricktuch und freue mir einen doppelten Butterkeks. Fast habe ich gedacht ich schmeiße es in die Ecke, so sehr haben mich die letzten Segmente genervt. Wenn man an einer Reihe 20 Minuten stricken muss, überlegt man sich wirklich weiterzumachen. Aber es hat sich gelohnt.

Jetzt Hunger. Spontan beschlossen noch ein paar Pokémon zu fangen – ja, das spiele ich und es macht tatsächlich richtig Spaß, sofern der Server nicht dauernd zusammenklappt – und einen Dürum zu holen. Im Dönerladen unseres Vertrauens kurz vor Ladenschluss bestellt. Wir gehen häufig und gerne dorthin, mögen die Besitzer sehr. Wir kommen ins Reden. Ob wir schon im Urlaub waren, fragt sie. „Ja, wir waren schon. Fahrt ihr auch noch nach Hause?“ frage ich. „Nein, die Lage ist grade zu unsicher. Wir kommen aus der Nähe von Ankara. Wir sind kurdische Aleviten und hier definitiv sicherer.“

Und da ist es plötzlich, das Weltgeschehen. Mitten zwischen Handy-App, Strickfreude und dem Luxus sich spontan am Abend etwas zu essen holen zu können. Überhaupt dieser unglaubliche Luxus. Nicht sehr weit entfernt müssen Menschen um Ihre Leben und Lieben fürchten, können nicht nach Hause. Was für eine bekloppte, abstruse, absurde, verkackte Welt das manchmal ist.

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Error.

Ich wünsche mir Island herbei.

Sie sind selten, diese Tage, an denen man kaum Luft bekommt vor lauter Schwüle und der Film auf der Haut praktisch dauerhaft angeklebt scheint. Heute ist so einer. Ich sitze im Büro und kann das Fenster nicht öffnen, weil davor ein gelber Kran kracht macht und ständig Menschen und Material auf das Dach befördert. Am Fenster vorbei. Denken ist also nicht. In solchen Momenten sollte man hitzefrei machen, sich irgendwo ein Eis organisieren und den Rest des Tages im Schatten verbringen. Vielleicht mache ich das. Manche Ideen werden erst im Aufschreiben richtig gut.

Gestern war EM-Finale. Portugal hat gewonnen und es war tatsächlich irgendwie verdient. Ich habe immer gestrickt bei den Spielen, was mich ungemein produktiv hat werden lassen. Als eine Freundin gestern beim Spiel ausrief „CR7 hat’s erwischt!“ habe ich kurz überlegt, ob CR7 vielleicht eine Bezeichnung für einen mir nicht bekannten Rückenwirbel ist, bevor ich geschnallt habe, das nicht ein Teil von Christiano Ronaldo, sondern Herr Ronaldo selbst gemeint ist. Lange Leitung, durchgekochtes Hirn.

Heute ist selbst mir die Lust auf Wolle vergangen. Muss es wohl erst wieder kalt werden. Muss ich wohl noch eine passende Serie finden, die ähnlich grundstupide das Hirn nebenbei benebelt wie die EM es tat. Habe den Verdacht, das beides nicht allzulange dauern wird.

Darauf ein dreifaches Hu, auf das Island uns kurz mal seine Wetterkobolde ausleihe und für frische Brisen sorge.

 

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Ich wünsche mir Island herbei.

Ich wünsche mir Island herbei.

Sie sind selten, diese Tage, an denen man kaum Luft bekommt vor lauter Schwüle und der Film auf der Haut praktisch dauerhaft angeklebt scheint. Heute ist so einer. Ich sitze im Büro und kann das Fenster nicht öffnen, weil davor ein gelber Kran kracht macht und ständig Menschen und Material auf das Dach befördert. Am Fenster vorbei. Denken ist also nicht. In solchen Momenten sollte man hitzefrei machen, sich irgendwo ein Eis organisieren und den Rest des Tages im Schatten verbringen. Vielleicht mache ich das. Manche Ideen werden erst im Aufschreiben richtig gut.

Gestern war EM-Finale. Portugal hat gewonnen und es war tatsächlich irgendwie verdient. Ich habe immer gestrickt bei den Spielen, was mich ungemein produktiv hat werden lassen. Als eine Freundin gestern beim Spiel ausrief „CR7 hat’s erwischt!“ habe ich kurz überlegt, ob CR7 vielleicht eine Bezeichnung für einen mir nicht bekannten Rückenwirbel ist, bevor ich geschnallt habe, das nicht ein Teil von Christiano Ronaldo, sondern Herr Ronaldo selbst gemeint ist. Lange Leitung, durchgekochtes Hirn.

Heute ist selbst mir die Lust auf Wolle vergangen. Muss es wohl erst wieder kalt werden. Muss ich wohl noch eine passende Serie finden, die ähnlich grundstupide das Hirn nebenbei benebelt wie die EM es tat. Habe den Verdacht, das beides nicht allzulange dauern wird.

Darauf ein dreifaches Hu, auf das Island uns kurz mal seine Wetterkobolde ausleihe und für frische Brisen sorge.

 

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Ich wünsche mir Island herbei.

Eine Erschütterung der Macht.

Erinnert sich zufällig jemand an Star Wars? An Meister Yoda? Und an dieses: „Ich fühle eine Erschütterung der Macht“-Zitat?

So in etwa geht es mir zur Zeit, wenn ich Nachrichten schaue. Die Briten treten aus der EU aus. Und diejenigen, die es am meisten befürwortet haben treten von der Verantwortung zurück. Die Österreicher wählen neu, weil das, was da zustande gekommen ist scheinbar nicht auf rechtem Wege passierte. Jetzt werden wieder die rhetorischen Messer gewetzt: Bis einer heult.

Menschen mit Machtstreben und wenig Empathie kämpfen sich tobend, polemisch und geifernd an die Spitze der Medienpräsenz und machen einen Rückzieher, wenn nach der Wutschnauberei konkrete Handlungen gefragt sind. Luftpumpen allerorten. Ich verstehe das alles nicht. Aber ich hoffe, um es mit Yoda zu sagen, dass die Macht mit denen sein wird, die tatsächlich das Gute, das Mitfühlende, das Menschliche wollen.

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Eine Erschütterung der Macht.