Zeit.

Endlich habe ich sie mal. Zeit. Zeit, um aufzuräumen, Zeit, zu stricken, Zeit, Projekte anzugehen, die schon ewig auf Halde liegen und auf Realisation warten.

Und doch ist da dieser kleine Wicht im Kopf, der spricht: „Ich bin dein Gewissen! Du als Selbständige solltest arbeiten. Arbeiten und nochmal arbeiten. Du solltest niemals ruhen, denn dann springen deine Kunden davon. Du sollest Eigenmarketing betreiben, denn sonst wird das nichts und in einem Jahr kennt niemand mehr deinen Namen.“ Und dann lacht er dreckig, der Wicht, und ich glaube ihm ein bißchen. Weil ich gelernt habe, zu glauben.

Und dann kommt dieser befreiende Moment, in dem ein anderer Wicht – und den mag ich bedeutend lieber – in meinem Kopf mit Verve dagegen hält: „Du hast echt mächtig geschuftet! Jetzt fahr mal die Ernte ein, werde richtig gesund und tue, was schön ist!“ Und dann streckt Wicht B Wicht A die Zunge heraus und zeigt ihm eine lange Nase. Und Wicht A rumpelt noch eine Weile frustriert herum, um dann – vorläufig – mit einem gemurmelten „Mach doch was Du willst!“ meinen Kopf zu verlassen. Ich kraule Wicht B ein bißchen hinter den Ohren und beschließe ihm vielleicht ein Mützchen zu stricken. Denn die Zeit dazu habe ich ja grade.

 

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Zeit.

Alles neu.

Irgendwann, damals, machte ich mich selbständig. Da braucht frau eine Website. Schnell und praktikabel, trotzdem schön, aber vor allem hopphopp. Und dann, einige Jahre später, denkt man so bei sich: Das sieht ziemlich 1999 aus. Das könnte man mal schön machen. Noch ein paar Jahre später, also jetzt, kommt frau dazu. Und macht neu. Die Website. Und tada! Da ist sie!

www.gruenkariert.com

Ich freue mich so. Alles drin. Was ich beruflich mache. Was ich sonst so mache. Und vielleicht noch machen werde darf dann auch einen Platz finden. Schön ist das. Habt Freude und schaut Euch um. Ich bin redundant heute, aber: Ich freue mich. 🙂

Alles neu.

Alles neu.

Irgendwann, damals, machte ich mich selbständig. Da braucht frau eine Website. Schnell und praktikabel, trotzdem schön, aber vor allem hopphopp. Und dann, einige Jahre später, denkt man so bei sich: Das sieht ziemlich 1999 aus. Das könnte man mal schön machen. Noch ein paar Jahre später, also jetzt, kommt frau dazu. Und macht neu. Die Website. Und tada! Da ist sie!

www.gruenkariert.com

Ich freue mich so. Alles drin. Was ich beruflich mache. Was ich sonst so mache. Und vielleicht noch machen werde darf dann auch einen Platz finden. Schön ist das. Habt Freude und schaut Euch um. Ich bin redundant heute, aber: Ich freue mich. 🙂

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Alles neu.

Gut gegen Langeweile.

Unlängst im Schneuzdelirium lud ich eine App: Die IQ Test App der Uni in Ulm. Eine nette Spielerei. Forscher der Uni Ulm schauen sich an, ob es möglich ist den IQ über eine App zu ermitteln. Das funktioniert auf Basis von 6 kleinen Spielen. Dazu gibt es noch ein Quiz, ähnlich des Quizduells und einen kleinen Persönlichkeits-Test. Das richtige für ein paar Minuten Ablenkung an verregneten Nachmittagen.

Ich schlage mich also durch die 6 Spiele. Es erwartet mich ein refresh-Button, der mir auf Knopfdruck meinen IQ verraten soll. Geht nicht. Ich schaue ob ich Internet habe. Geht immer noch nicht. Vielleicht mit LTE? Auch nicht. Ich beschließe eine Mail zu schreiben.

„Hallo, leider geht der refresh-Button nicht, ich bin frustriert.“

Ich erwarte: Nichts. Wer soll sich schon die Mühe machen für so eine kleine App einen Support anzubieten?
10 Minuten später eine Antwort.

„Hallo, haben Sie alles gespielt und Internet?“

Ich: „Wow! Da gibt es ja jemanden auf der anderen Seite! Ja, habe ich. Sowohl als auch.“

„Oh, dann gucke ich mal. Sieht so aus, als hätten sie ziemlich viele Fragen gespielt. Da bricht wohl einfach der Upload ab. Ich bringe mal ein Update auf den Weg, das sollte morgen erledigt sein.“

Ich bin ehrlich beeindruckt. Und meinen IQ hat mir der nette Entwickler am anderen Ende der Leitung auch gleich noch ausgerechnet. Aber bevor das jetzt hier in „Gut gegen Nordwind“ ausartet spiele ich doch lieber noch ein paar Quizfragen.

Gut gegen Langeweile.

Ysop ist ein schönes Wort.

Ich bin erkältet. So richtig mit dicker Nase, dickem Kopp und einem Taschentuchverbrauch im Gegenwert eines asiatischen Kleinwagens. Und so dümpel ich von Sofa zu Laptop zu Bett zu Büro. Als Freiberufler ist man zwar krank, aber so ein bißchen Mails checken geht dann doch. Und dann kommt die Zeit, wo es nervt, langweilig wird, der Lagerkoller einsetzt und frau wieder beginnt Pläne zu schmieden.

Natürlich ist da ravelry. Stricken geht ja praktisch immer. Und auch sonst wäre ich gerne wieder kreativer. Würde gerne mehr mit den Händen arbeiten. Ich bin kein besonders guter Zeichner, aber Handlettering interessiert mich. Und just hat ein Kollege Stifte bestellt, mit denen sogar meine Handschrift zuckerschön aussieht. Ich denke, die muss ich mir mal besorgen. Eigentlich gedacht für Flipchart-Illustrationen und grafische Veranschaulichung von Abläufen, Skizzen, etc. hat die Firma Neuland ein wirklich erschwingliches Sortiment wunderbarer Stifte. Und in Kombination mit dem zauberhaften Buch „Lust auf Lettering“, erschienen in meinem geliebten Verlag Hermann Schmidt Mainz, sollte es doch wirklich klappen, mit den tollen Buchstaben. Vorausgesetzt natürlich die Zeit in gesundem Zustand reicht, um ins Thema zu tauchen und ebenfalls vorausgesetzt: ich habe mir bis dahin noch nicht das Hirn rausgeschneutzt.

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Ysop ist ein schönes Wort.

High-land.

Falls sich jemand gefragt hat, ob ich noch stricke: Ja, tue ich, ohne Ende. Und im Grunde könnte ich auch den Großteil meiner Zeit darüber schreiben, weil ich eine so unglaubliche Freude an dem Material habe, daran, das etwas entsteht, an den Farben, der Haptik und am Erfolgserlebnis sich durch eine komplexe Anleitung gekämpft zu haben mit meist respektablem Ergebnis.

Mit Omas alter Wollkiste hat das nur noch wenig zu tun. Wer ein wenig recherchiert findet ein ganz eigenes Universum mit kleinen Wollmanufakturen, Strickdesignern, Färbestudios und Anleitungsmonstern. Herausragend hier ist wohl ravelry.com. Dort findet man, auf einer zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftigen Website alles. Und ich meine wirklich alles. Über 40.000 Anleitung für alles was sich stricken oder häkeln lässt. Unfassbar.

Hier bin ich auch über Kate Davies gestolpert. Eine Schottin, die ihre eigene Wolle herstellt, Anleitungen verkauft und Bücher schreibt. Ich bin verliebt. In die Muster, die Bilder, vielleicht auch ein bißchen in Schottland. Jedenfalls werde ich jetzt erst mal diese zuckersüßen Goats of inversnaid  fertig stricken und mich über jede neue gelungen Ziege freuen wie ein Kleinkind über den Schnee. Und dann kann er von mir aus kommen, der Highlander.

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High-land.

Picture me.

Alle paar Jahre erfährt unsere Foto-Wand eine Auffrischung. Ich mag das sehr, alte Bilder aussortieren, durch neue ersetzen, lebendig bleiben. Außerdem ist Fotos entwickeln etwas so schön altmodisches. Man muss aussuchen, sortieren, bestellen, warten und immer ist es spannend, wie die Dinger dann aus der Tüte kommen. Dann nochmal auswählen, Zeit investieren, an die Wand kleben, sich freuen.

Und ganz nebenbei fallen einem vergessene Geschichten wieder ein. Bereiste Orte werden neu belebt und die Melancholie feiert eine Party.

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Picture me.