Maske.

Jetzt habe ich auch eine. Sie ist rosa, hat vorne ein paar Blümchen drauf und verdeckt gefühlt zwei Drittel meines Gesichts. Es fühlt sich sehr merkwürdig an. Bei dem Versuch eines Selfie zu schießen fällt mir auf, wie schwierig es ist, nur mit den Augen zu kommunizieren, noch einmal mehr, wenn man Brille trägt. Eine weitere Barriere also. Zum Schutze aller.

Barrieren. So viele davon, so viele neu. Niemanden mehr umarmen zur Begrüßung, keine Hände schütteln, Distanz waren. Unsichtbare Barrieren. Es fällt mir schwer Menschen großräumig zu umkreisen, ich mag das Gefühl nicht. Ich suggeriere gewissermaßen meinem Gegenüber er oder sie hätte die Pest. Oder Cholera. Oder eben COVID-19. Und muss gemieden werden. Ich mag das ganz und gar nicht.

Ich mag Nähe und Berührungen zur Begrüßungen. Ich mag Menschen mehr als ich dachte. Ich mag lockeres Grüßen, anlächeln ohne Masken und ich vermisse sogar den Einkaufswagen in den Hacken von der älteren Dame hinter mir, die sich im Abstand verschätzt. Ja, sogar das. Ich vermisse den Buschfunk im Büro, das zwischen den Zeilen hören und spüren im direkten Kontakt.

Die Maske liegt jetzt neben mir auf dem Tisch. Ich werde sie später in die Tasche packen, ab jetzt immer dabei haben. Das Accessoire der Saison. Und ausnahmsweise hoffe ich, dass ich dieses erworbene Kleidungsstück sehr bald schon zur Altkleidersammlung geben kann. Weil: Barrieren liegen mir nicht.

 

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Maske.

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